Abruzzen 2021

Rahmendaten:

Reisedatum:  10.-23. Juni 2021

Anreise per Bus, frühe Abfahrt aus Deutschland, Übernachtung an der Adria, frühe Weiterfahrt, 10 Uhr Start mit der Radtour an der Küste.

10 anstrengende Fahrtage mit oft über 1.000 Höhenmetern

1 Pausentag in L'Aquila mit Stadtführung durch die 2009 von einem schweren Erdbeben zerstörte Stadt

1 Pausentag am Lago di Bolsena

Rückfahrt per Bus  in einem Tag, Ankunft spät in der Nacht.

Gepäcktransport

Abendessen mal im Hotel, mal auswärts

Übernachtungen in Hotels oder B&B, Achtung: in einem Ort (Farindola) gibt es keine EZ! Die Reiseteilnehmer werden von mir zusammengelegt.

Hochgebirge, unkalkulierbare Wetterverhältnisse, kein Begleitbus, tiefstes Italien.

Reiseleiter: Gerhard Veits und Klaus Hägele
Keine Buchung mehr möglich. Wir haben die Teilnehmerzahl begrenzt und fahren mit einer ausgesuchten kleinen Gruppe.

Reiseplan/Strecken

Anreise mit Übernachtung an der Adria

Alba Adriatica - Ascoli Piceno 50 km, 670 Hm

Ascoli Piceno - Roseto degli Abruzzi 65 km 860 Hm

Roseto - Farindola 59 km, 1.250 Hm

Farindola - Castel del Monte 40 km, 1.300 Hm

Castel del Monte - Fonte Cerreto 53 km, 900 Hm

Fonte Cerreto - L'Aquila 52 km, 860 Hm

Ruhetag

L' Aquila - Lago del Salto - Rieti 92 km, 900 Hm

Rieti - Terni - Lugnano 79 km, 520 Hm

Lugnango - Bolsena 50 km, 850 Hm

Badetag, Einkäufe

Rückreise

Adria und Hügelland - Tag 1 bis 3

Von der Küste weg geht es durch ein abwechslungsreiches Hügelland Richtung Ascoli Piceno. Vor der Kulisse der bis zu 3.000 m hohen Abruzzen wirken die Hügel klein, haben es aber in sich. Ascoli ist ein städtebaulicher Traum, der vom Tourismus bislang unbeleckt ist. Von dort geht es zurück an die Küste, einsame Straßen, herrliche Blicke und jetzt dazu noch mit Blick auf die blaue Adria. Roseto ist unspektakulär, dafür lädt es zum Baden ein. Am Tag drauf folgt der erste Teil des Anstieges hoch zum Campo Imperatore, den wir im Bergdorf Farindola zum Glück unterbrechen können.

Gran Sasso und Campo Imperatore - Tag 4 bis 7

Der weitere Anstieg  zum Campo Imperatore fordert uns, über 1.000 Hm sind an einem Stück zu bewältigen. Der Lohn dafür ist eine traumhafte Hochebene auf 1.400 Hm, die wir zur Frühjahrsblüte erreichen - menschenleer mit freilaufenden Pferden, Kühen und Schafen vor der imposanten Bergkette des Gran Sasso d'Italia. Wir picknicken mit den Schäfern und über den Südrand der Hochebene durch karges aber blütenreiches Hochland nach Castel del Monte. Die nächsten Tagen geht es immer wieder an den Hängen des Gran Sasso entlang, wieder in die Hochebene hinein, ganz durch und am Südende Richtung Passo Campanelle hinaus. Abfahrt nach L'Aquila, unvergessliche Etappen!

L'Aquila

L'Aquila kenne ich als schöne, stolze Großstadt mitten in den Bergen mit viel altem Gemäuer und Patina, aber aufgrund der Universität auch mit viel Leben. Dann kam das schwere Erdbeben von 2009, das das Zentrum fast vollständig zerstört hat. Obwohl inzwischen 11 Jahre vergangen sind, sind die Spuren heute noch allgegenwärtig. Hunderte von Baukränen über der Stadt, ganze Straßenzüge sind immer noch notdürftig gesichtert, die großen Palazzi werden nach und nach wiederhergestellt, die ersten Geschäfte öffnen, die Menschen kehren zurück. Wir brauchen nach den anstrengenden Tagen einen Pausentag und so bleiben wir einen Tag, machen eine Stadtführung und lassen die Stadt auf uns wirken. Es ist eine Mischung aus beeindruckend und bedrückend - ein Erlebnis der besonderen Art.

Saltotal, Neratal, Amerina - Tag 9-12

Wir kommen nach unglaublichen Eindrücken aus dem Hochgebirge heraus. Wir fahren zuächst über einen traumhaften Pass mit weiten Blicken auf den Gran Sasso ins wilde Tal des Flusses Salto. Lange 90 km auf einsamen Straßen durch Hochflächen, Wald, Stausee... bis in die hübsche Stadt Rieti. Von dort über eine Ebene geht dann ins Neratal vorbei an den Wasserfällen Cascate delle marmore. An der Industriestadt Terni vorbei kommen wir in das Amelina, ein welliges Hügelland über dem Tibertal. Die Berge liegen hinter uns, die Touren werden etwas flacher aber länger. Wir sind noch einen Tag vom Lago di Bolsena entfernt. Der Lago di Bolsena ist ein Kratersee, dementsprechend hat er einen Kraterrand und da geht es drüber. Durch ein schöne Weidelandschaft geht es langgezogen bis ins verschlafene Bolsena.

Lago di Bolsena

Der Bolsenasee ist vor allem eines: Genüßlich. Es ist ruhig, hat wenig Tourismus, aber doch ein Bißchen Leben. Der See ist Top, sauberste Wasser, tolle Bademöglichkeiten. Egal wie warm es ist, man kann es aufgrund des regelmäßigen Südwindes immer gut aushalten. Dazu gibt es eine feine Gastronomie und die  Gelegenheit Wein, Öl... einzukaufen und einfach in den Bus zu laden. Wir bleiben für einen Badetag und machen uns am nächsten Tag auf die Rückreise nach Deutschland.

Trotz Pandemie

kann diese Reise als eine der ersten des ADFC Baden-Württemberg stattfinden. Hier eine Übersicht über alle Radreisen

 

Ich nehme nur vollständig Geimpfte und habe ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept. Die Reisegruppe ist handverlesen, man kann also ohne Einladung nicht buchen. Alle müssen bereit sein, gewisse Einschränkungen und Unwägbarkeiten in Kauf zu nehmen. Dafür wird die Reise unglaublich schön.

Dr. Gerhard Veits 06.06.2021

Strecken und Höhenprofile

Diese Tour ist die anspruchvollste , die ich beim ADFC anbiete. Obwohl wir wohldosiert fahren und einen Gepäcktransport organisiert haben, ist sie nichts für Gelegenheitsradler oder Flachlandindianer. Einen Eindruck davon geben die Streckenverläufe und Höhenprofile, die man sich gerne herunterladen kann.
Wichtig: Bei der Etappe AB7 L'Aquila-Rieti macht mir bikemap einen nicht zu korrigierenden Fehler. Die Hm-Zahl wird völlig falsch übernommen. Statt >2.000 Hm sind es tatsächlich 900 Hm auf 91 km.