Abruzzen 2021

Rahmendaten:

geplante Reisezeit Anfang/Mitte Juni 2021

Anreise per Bus, frühe Abfahrt aus Deutschland, Übernachtung an der Adria, frühe Weiterfahrt, 10 Uhr Start mit der Radtour.

10 anstrengende Fahrtage mit oft über 1.000 Höhenmetern

1 Pausentag in L'Aquila mit Stadtführung durch die 2009 von einem schweren Erdbeben zerstörte Stadt

1 Pausentag am Lago di Bolsena

Rückfahrt per Bus  in einem Tag, Ankunft spät in der Nacht.

Gepäcktransport

Abendessen mal im Hotel, mal auswärts

Übernachtungen in Hotels oder B&B, Achtung: in einem Ort (Farindola) gibt es keine EZ! Die Reiseteilnehmer werden von mir zusammengelegt.

Hochgebirge, unkalkulierbare Wetterverhältnisse, kein Begleitbus, tiefstes Italien.

Reiseleiter: Gerhard Veits und Klaus Hägele

Reiseplan/Strecken

Anreise mit Übernachtung an der Adria

Alba Adriatica - Ascoli Piceno 41 km, 670 Hm

Ascoli Piceno - Roseto degli Abruzzi 65 km 860 Hm

Roseto - Farindola 59 km, 1.250 Hm

Farindola - Castel del Monte 40 km, 1.450 Hm

Castel del Monte - Fonte Cerreto 53 km, 900 Hm

Fonte Cerreto - L'Aquila 52 km, 860 Hm

Ruhetag

L' Aquila - Lago del Salto - Rieti 92 km, 900 Hm

Rieti - Narni - Amelia 66 km, 640 Hm

Amelia - Bolsena 54 km, 900 Hm

Badetag

Rückreise

Adria und Hügelland - Tag 1 bis 3

Von der Küste weg geht es durch ein abwechslungsreiches Hügelland Richtung Ascoli Piceno. Vor der Kulisse der bis zu 3.000 m hohen Abruzzen wirken die Hügel klein, haben es aber in sich. Ascoli ist ein städtebaulicher Traum, der vom Tourismus bislang unbeleckt ist. Von dort geht es zurück an die Küste, einsame Straßen, herrliche Blicke und jetzt dazu noch mit Blick auf die blaue Adria. Roseto ist unspektakulär, dafür lädt es zum Baden ein. Am Tag drauf folgt der erste Teil des Anstieges hoch zum Campo Imperatore, den wir im Bergdorf Farindola zum Glück unterbrechen können.

Gran Sasso und Campo Imperatore - Tag 4 bis 7

Der weitere Anstieg  zum Campo Imperatore fordert uns, über 1.000 Hm sind an einem Stück zu bewältigen. Der Lohn dafür ist eine traumhafte Hochebene auf 1.400 Hm, die wir zur Frühjahrsblüte erreichen - menschenleer mit freilaufenden Pferden, Kühen und Schafen vor der imposanten Bergkette des Gran Sasso d'Italia. Wir picknicken mit den Schäfern und über den Südrand der Hochebene durch karges aber blütenreiches Hochland nach Castel del Monte. Die nächsten Tagen geht es immer wieder an den Hängen des Gran Sasso entlang, wieder in die Hochebene hinein, ganz durch und am Südende Richtung Passo Campanelle hinaus. Abfahrt nach L'Aquila, unvergessliche Etappen!

L'Aquila

L'Aquila kenne ich als schöne, stolze Großstadt mitten in den Bergen mit viel altem Gemäuer und Patina, aber aufgrund der Universität auch mit viel Leben. Dann kam das schwere Erdbeben von 2009, das das Zentrum fast vollständig zerstört hat. Obwohl inzwischen 11 Jahre vergangen sind, sind die Spuren heute noch allgegenwärtig. Hunderte von Baukränen über der Stadt, ganze Straßenzüge sind immer noch notdürftig gesichtert, die großen Palazzi werden nach und nach wiederhergestellt, die ersten Geschäfte öffnen, die Menschen kehren zurück. Wir brauchen nach den anstrengenden Tagen einen Pausentag und so bleiben wir einen Tag, machen eine Stadtführung und lassen die Stadt auf uns wirken. Es ist eine Mischung aus beeindruckend und bedrückend - ein Erlebnis der besonderen Art.

Saltotal, Neratal, Amelina - Tag 9-12

Wir kommen so langsam aus dem Hochgebirge heraus. Wir fahren zuächst über einen traumhaften Pass mit weiten Blicken auf den Gran Sasso ins wilde Tal des Flusses Salto. Lange 90 km auf einsamen Straßen durch Hochflächen, Wald, Stausee... bis in die hübsche Stadt Rieti. Von dort über eine Ebene geht dann ins Neratal vorbei an den Wasserfällen Cascate delle marmore. An der Industriestadt Terni vorbei kommen wir in das Amelina, ein welliges Hügelland über dem Tibertal. Die Berge liegen hinter uns, die Touren werden etwas flacher aber länger. Wir sind noch einen Tag vom Lago di Bolsena entfernt. Der Lago di Bolsena ist ein Kratersee, dementsprechend hat er einen Kraterrand und da geht es drüber. Durch ein schöne Weidelandschaft geht es langgezogen bis ins verschlafene Bolsena.

Lago di Bolsena

Der Bolsenasee ist vor allem eines: Genüßlich. Es ist ruhig, wenig Tourismus, aber doch ein Bißchen Leben. Der See ist Top, sauberste Wasser, tolle Bademöglichkeiten. Egal wie warm es ist, man kann es aufgrund des regelmäßigen Südwindes immer gut aushalten. Dazu gibt es eine feine Gastronomie und die  Gelegenheit Wein, Öl... einzukaufen und einfach in den Bus zu laden. Wir bleiben für einen Badetag und machen uns am nächsten Tag auf die Rückreise nach Deutschland.

Strecken und Höhenprofile

Diese Tour ist mit Abstand die schwerste, die ich beim ADFC anbiete. Obwohl wir wohldosiert fahren und einen Gepäcktransport organisiert haben, ist sie nichts für Gelegenheitsradler oder Flachlandindianer. Einen ersten Eindruck davon geben die Streckenverläufe und Höhenprofile.

 

P.S. Am Ende steht noch etwas Wichtiges!

 

Wie geht es weiter?

Wann gibt es Genaueres?

Zunächst einmal muss klar sein, ob 2021 Radreisen wieder stattfinden können. Das wird bis Ende des Jahres klar sein. Dann muss der ADFC entscheiden, ob er diese Reise ins Programm aufnehmen möchte. Das wird er meiner Erfahrung nach tun. Dann wird man entscheiden müssen, ob ein Radreisetreff stattfinden kann. Das wird abweichend zu den sonstigen Gepflogenheiten Anfang des Jahres 2021 sein. Zuvor müssen die endgültigen Rahmendaten geklärt sein. Die Tour ist auch organisatorisch eine Herausforderung. Nicht überall haben wir ein Hotel, zum Teil wird die Gruppe in 2 B&B  aufgeteilt. Nicht überall gibt es Einzelzimmer, machmal muss ich auch das gemeinsame Abendessen organisieren. Wir werden eine Checkliste ausarbeiten, damit jeder weiss, auf welches Abenteuer sie/er sich einläßt und wir auch wissen, ob der/diejenige diese Tour auch schafft. 
Doch eines ist heute schon klar: Diese Reise wird in jeder Hinsicht außergewöhnlich.